Fotografie

Mähfreier Mai

Ein hochgewachsenes Stück Wiese / Rasen mit Grashalmen und einzelnen Blüten

Der Mai soll mähfrei bleiben, wünschten sich Naturschutzverbände und riefen dazu auf, den Rasenmäher im Schuppen zu lassen. Solche Vorschläge höre ich gern, sind sie doch mit Nichtstun verbunden. Dabei habe ich schon immer wenig gemäht, einen ganzen Monat aber nie durchgehalten.

Beeindruckend, welche Tiere sich da auf dem wuchernden Rasenstück tummeln. Ameisen natürlich, die den Boden aufwerfen und ihre Nester bilden. Aber auch viele Hummeln, Wildbienen, Grashüpfer, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge, vor allem Weißlinge.

Merkwürdig nur, dass man beim Betrachten einer ungemähten Wiese unwillkürlich an Naturbrache denkt. Und jetzt, da alles bis auf ein paar Inseln mit Mageriten gemäht ist, wirkt der „gepflegte“ Rasen wohltuend. Nicht nur wegen des Duftes von frisch gemähtem Gras. Ein Duft, den die Pflanzen ausstoßen, wenn sie wegen des Mähens gestresst sind, weitere Fressfeinde abhalten und die Schnittkante von Bakterien frei halten wollen. cis-3-Hexenol, so der Name, ist für manche Insekten überaus abstoßend.