MusicBrainz zählt 2194 Genres der Musik (alle Arten) auf. Von Aak bis Zydeco. Musikgenre spielen eine wichtige Rolle, bei MusicBrainz, Discogs oder Rate Your Music, überall findet sich ein Fächlein, um die Musik einzusortieren. Das schafft Ordnung, ermöglicht Überblicke und bessere Erkennbarkeit der Unterschiede. Auch die eigene Musik auf dem Computer kann man „taggen“, was ich als Fan von Klassifizierungen, Kategorien und kontrollierten Vokabularen immer wieder versuche. Doch woran soll man sich orientieren? Ein Beispiel für die babylonische Sprachverwirrung der Musicgenre ist Leonard Cohens „Songs Of Love And Hate“:
| MusicBrainz | folk, rock, singer-songwriter, folk rock, baroque pop |
| Wikipedia (dt) | Folk / Singer-Songwriter |
| Wikipedia (engl) | Contemporary Folk |
| Discogs | Folk Rock |
| Rate Your Music | Contemporary Folk, Chamber Folk, Singer-Songwriter |
| Apple Music | Folk |
| All Music | Singer/Songwriter, Baroque Pop |
Irgendwie passt nichts richtig, am besten vielleicht Singer/Songwriter? Um die emotionale Facette der Musik abzubilden, verwendet „Rate Your Music“ Deskriptoren. Das sieht für das Album dann so aus:
sombre, dark, poetic, acoustic, melancholic, introspective, male vocalist, pessimistic, depressive, lonely, self-hatred, sad, nocturnal, cryptic, existential, love, suicide, passionate, sparse, angry, winter, serious, cold, longing, cynical, Judaic, Biblical, rejection, death, envy, cavernous, failure, gothic, insecure, disturbing
Ich übernehme in der Praxis die Angaben von MusicBrainz, ohne viel daran zu ändern. Manchmal vergebe ich Sterne, um „Lieblingssongs“ schneller zu finden. Allerdings reicht es hier, die besten und die schlechtesten Stücke zu kennzeichnen. Und die „Schlechten“ kann man eigentlich auch löschen.
Meinen digitalen Musikbestand höre ich immer schon per automatischer Playlist „Spiele alles was ich in den letzten drei Monaten nicht gehört habe“ oder ähnlich. Da kommen dann ganz überraschende Stücke auf die Ohren, Genre hin oder her.
