Seelenarbeit ist ein passender und ein schöner Titel für ein Buch von Martin Walser, das 1979 bei Suhrkamp erschien. Der „Held“ des Romans, Xaver Zürn, müht sich über drei erzählte Monate um das Richtige, um die passende Situation und die angemessene Reaktion auf das, was ihm als Lebensrealität vorgesetzt wird. Seinem Chef, den er kreuz und quer durch das Land fährt, etwas verraten, das sie miteinander verbindet, schafft Xaver Zürn ebenso wenig wie seinem geschwätzigen Verwandten Einhalt zu gebieten oder seiner Frau seine wahren Gefühle zu offenbaren. Auch gelingt es nicht, den beiden Töchtern in ihrer totalen Ablehnung des Elternhauses, einen Weg für ein Miteiander zu weisen. Xaver Zürn verhindert sich selbst, steht sich im Weg und offenbart eine Seelentiefe, die man ihm nicht zugetraut hätte.
Dieses Gras da an der Stadtmauer in Schwäbisch Gmünd, im vollen Licht der heißen Nachmittagssonne, sieht aus wie Getreide, wegen der langen Grannen tippe ich auf Gerste. Später zeigt sich, dass es sich um Mäusegerste handelt, dessen harte Samenkörner für Mäuse genießbar sind. Die spitzen Grannen dagegen sind mit Haken versehen, die vor allem Hunden zu schaffen machen.

Temperaturrekord im Juni. Am Wochenende werden mehr als 40 Grad erwartet. Ich bin nicht sicher, ob der positiv besetzte Begriff vom „Rekord“ diese verhängnisvolle Klimaentwicklung richtig beschreibt. Aber man hört es in jedem Wetterbericht. Eine Spitzfindigkeit?
Undav wiederum nicht in der Startelf gegen Ecuador. Dabei hatten dies doch alle Medien seit Tagen gefordert. Ist das jetzt gut, schlecht oder einfach egal?
Das Zitat aus dem Buch
Radiosonntag
Nur im Radio waren die Sonntage noch so, wie sie früher gewesen waren. Sonntags zwischen zwei und vier blieb Xaver in der Nähe des Radios.