An das Publikum
Das Gedicht “An das Publikum” ist von Kurt Tucholsky (1890-1935), er schrieb es 1931 unter seinem Pseudonym Theobald Tiger für “Die Weltbühne. Komplett auf Text-Log nachzulesen.
So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Tucholsky fragt das Publikum, ob es wirklich so dumm sei, wie es alle behaupten, ob der Satz “Das Publikum will es so” wirklich war sei. Da findet sich auch der schöne Vers:
Jeder Filmfritze sagt: “Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!”
Das sind Sätze, die auch heute zu hören sind, mal in der Variante “Wir müssen die Leute da abholen, wo sie sind”. Jegliche Überforderung des Kunden ist zu vermeiden. Kurt Tucholsky schließt sein Gedicht dann auch mit den Worten, wenn das Publikum sich das gefallen lässt, dann “verdienst dus nicht besser.”